Renovierputz im Profi-Einsatz. Anwendung, Untergründe und Verarbeitung im Überblick.
Renovierputze wie HASIT 250 Renoplus sind die richtige Wahl, wenn tragfähige, aber beschädigte Putzflächen technisch sauber instandgesetzt und egalisiert werden sollen. Als mineralischer Putz verbindet er wirtschaftliche Verarbeitung mit robusten, bauphysikalisch sinnvollen Eigenschaften für Neubau, Umbau und Sanierung.
Inhaltsübersicht
Wofür wird Renovierputz genutzt?
Renovierputz – auch Renovier- und Ausgleichputz genannt – dient dazu, Bestandsputze zu überarbeiten, Unebenheiten auszugleichen und Flächen für weitere Beschichtungen vorzubereiten. Dank diffusionsoffener und spannungsarmer Rezepturen lassen sich tragfähige Untergründe sicher überarbeiten, ohne die Bauphysik zu verschlechtern.
Mineralischer Putz auf Kalkbasis bzw. Kalkzementbasis unterstützt ein ausgewogenes Feuchtemanagement
Faserzusätze und abgestimmte Kornstruktur sorgen für gute Haftung und eine erhöhte Risssicherheit
Wo wird Renovierputz eingesetzt?
Im Neubau hilft Renovierputz, Mauerwerks- und Betonflächen vor dem weiteren Ausbau zu egalisieren und Maßtoleranzen zu reduzieren.
Bei der Sanierung und im Umbau geht es vor allem darum, Risse, Ausbrüche, hohlklingende Bereiche oder unruhige Oberflächen technisch sauber zu überarbeiten.
Bei der Denkmalpflege ermöglicht ein mineralischer Putz den Erhalt der Substanz, ohne diffusionshemmende Schichten einzubringen.
Im Innen- und Außenbereich schafft ein ausgleichender Putz die Grundlage für dauerhafte Oberputze, Spachtelungen oder Beschichtungen.
Praxistipp: Für Projekte mit gemischten Anforderungen (z. B. Teilflächen mit Sanierputzbedarf, Teilflächen mit Renovierputz) lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf die Schnittstellen im Systemaufbau. Unsere Berater unterstützen Sie hierbei gern – Jetzt kontaktieren!
Was zeichnet HASIT 250 Renoplus als Renovierputz aus?
HASIT 250 Renoplus ist ein mineralischer, leicht hydrophobierter Renovier- und Ausgleichputz der Mörtelgruppe P II / CS II für innen und außen. Er erhärtet spannungsarm und kann in Schichtdicken von etwa 3 bis 30 mm verarbeitet werden, wodurch sich sowohl Ausgleichs- als auch klassische Renovierungsarbeiten effizient umsetzen lassen. Die faserarmierte Rezeptur ist rissüberbrückend bei nicht-statischen Rissen und bietet eine sehr gute Haftung auf tragfähigen Bestandsputzen und Mauerwerk.
Die Zusammensetzung von HASIT 250 Renoplus macht Ihn zu einem echten Multitalent
Gute Diffusionsoffenheit durch Weißkalkhydrat
Hohe Langlebigkeit durch hochhydraulischen Kalk
Gleichmäßige Struktur durch hochwertigen Kalkbrechsand
Hohe Widerstandfähigkeit und Risssicherheit durch Faserzusätze
Mineralisch und nachhaltig durch über 5 % organische Anteile
Praxistipp: Für Projekte mit gemischten Anforderungen (z. B. Teilflächen mit Sanierputzbedarf, Teilflächen mit Renovierputz) lohnt sich ein gemeinsamer Blick auf die Schnittstellen im Systemaufbau. Unsere Berater unterstützen Sie hierbei gern – Jetzt kontaktieren!
Worin liegt der Unterschied zwischen Renovierputz und Sanierputz?
Sanierputz ist speziell für feuchte- und salzbelastetes Mauerwerk konzipiert, um Salze in definierten Porenräumen einzulagern und Feuchtigkeit gezielt abzuführen. Ein klassischer Renovierputz dagegen ist für tragfähige, überwiegend trockene Untergründe mit oberflächlichen Schäden, Rissen und Unebenheiten gedacht.
Bei massiver Durchfeuchtung oder hoher Salzbelastung stößt ein ausgleichender Putz an seine Grenzen – hier ist ein abgestimmtes Sanierputzsystem erforderlich.
Für typische Putzschäden, nicht statische Risse, Fehlstellen und Strukturunterschiede ist Renovierputz die wirtschaftlichere und technisch passende Lösung.
Für welche Untergründe ist Renovierputz geeignet?
Mineralischer Putz wie HASIT 250 Renoplus lässt sich auf intakten Bestandsputzen, Mauerwerk und geeigneten Betonflächen einsetzen, sofern lose Teile, Staub und trennende Schichten entfernt wurden. Für ein erfolgreiches Ergebnis muss die Tragfähigkeit und Sauberkeit des Untergrundes vorab sichergestellt werden.
Nicht geeignet sind instabile Flächen, statische Risse oder konstruktiv geschädigte Bereiche, die zunächst baulich saniert werden müssen.
Auf sehr unterschiedlich saugenden oder kritischen Untergründen empfiehlt sich eine abgestimmte Grundierung aus der Bauchemie.
Wie wird Renovierputz verarbeitet?
1. Untergrund prüfen
Tragfähigkeit, Feuchte, Risse und Hohlstellen beurteilen, lose Bereiche vollständig entfernen und von Staub befreien. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes empfiehlt es sich einen Putz-, Haft- oder Tiefengrund zu verwenden, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit zu gewährleisten.
Praxistipp: Mischen Sie nur so viel an, wie innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit sicher eingebaut werden kann und halten Sie sich auch bei der Wasserzugabe streng an die Vorgaben des Herstellers, um die Schwindneigung und Festigkeit zu garantieren.
2. Putz anmischen
Renovierputz (z.B. HASIT 2050 Renoplus) mit sauberem Wasser anmischen, bis eine homogene, knollenfreie Masse entsteht. Geben Sie hierfür das Wasser zuerst in einen geeigneten Behälter und beachten Sie die Reifezeit.
Praxistipps: Risse vorab klassifizieren: Nicht statische Risse können mit Renovierputz und Gewebe überarbeitet werden, statische Risse müssen konstruktiv behandelt werden. Bei stark saugenden Untergründen lohnt sich ein kontrolliertes Vornässen in mehreren Gängen, um ein zu rasches Wasserentziehen aus dem Putz zu vermeiden.
3. Auftragen und ausgleichen
Putz in der vorgesehenen Schichtdicke (z. B. 3–30 mm bei HASIT 250 Renoplus) vollflächig aufziehen und Fehlstellen gezielt verfüllen. Bei größeren Unebenheiten gegebenenfalls mehrlagig arbeiten und Herstellerangaben zur maximalen Schichtdicke einhalten.
Praxistipps: Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft in der frühen Erhärtungsphase; ggf. Gerüstschutznetze oder Verschattungen nutzen. Bei größeren Flächen empfiehlt sich der Maschineneinsatz, hierfür ist z.B. HASIT 250 Renoplus ausgelegt und lässt sich so konstanter und schneller einarbeiten.
4. Armierung einarbeiten, wenn erforderlich
In kritischen Bereichen und bei Putzrenovierung kann ein Armierungsgewebe in eine Putzlage eingebettet werden. Hierfür wird das Gewebe mittig im frischen Material eingelegt und mit einer weiteren Lage überarbeitet.
Praxistipps: Planen Sie Armierungszonen (z. B. Anschlüsse, Materialwechsel, kritische Detailpunkte) frühzeitig ein und stimmen Sie Putzdicke und Gewebeeinlage darauf ab.
5. Abziehen, filzen und strukturieren
Nach dem Anziehen mit dem Richtscheit abziehen, um die Ebenheit herzustellen. Anschließend je nach gewünschter Optik filzen, glätten oder als Untergrund für weitere Spachtel- oder Oberputzsysteme vorbereiten.
Wir beraten Sie gerne bei der Wahl des richtigen Putzes
Für die richtige Entscheidung zwischen Renovierputz, Sanierputz und weiteren mineralischen Putzsystemen ist eine objektbezogene Beratung entscheidend. Die Fachberater von CAPITAL Baustoffe unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Materials und des kompletten Systems – vom Untergrund bis zur Endbeschichtung.
FAQ
Welche Vorteile bietet Renovierputz gegenüber einer kompletten Putzsanierung?
Renovierputz ermöglicht es, tragfähige Bestandsputzflächen weiter zu nutzen, statt sie vollständig abzuschlagen. So lassen sich Arbeitszeit, Entsorgungskosten und Eingriffe in die Konstruktion reduzieren. Gleichzeitig schaffen mineralische Systeme einen technisch sauberen Untergrund, der für weitere Putzschichten, Spachtelungen oder Beschichtungen geeignet ist.
Kann Renovierputz auch als Ausgleichputz eingesetzt werden?
Ja, viele Systeme sind ausdrücklich als Renovier- und Ausgleichputz ausgelegt und können zur Egalisierung unebener Untergründe verwendet werden. Damit lassen sich Maßtoleranzen verringern, unterschiedliche Putzstrukturen angleichen und Flächen für nachfolgende Ausbau- und Beschichtungsschritte vorbereiten.
In welchen Schichtdicken kann Renovierputz verarbeitet werden?
Je nach Produkt sind Schichtdicken von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern möglich. HASIT 250 Renoplus kann beispielsweise im Bereich von etwa 3 bis 30 mm eingesetzt werden und deckt damit sowohl Egalisierungen als auch stärkere Ausgleichsarbeiten ab.
Warum ist die Grundierung bei Renovierputz so wichtig?
Eine abgestimmte Grundierung sorgt für ein gleichmäßiges Saugverhalten und verbessert die Haftung, insbesondere auf stark oder sehr unterschiedlich saugenden Untergründen. So lassen sich Verbrennungserscheinungen, ungleichmäßiges Abbinden und spätere Haftungsprobleme deutlich reduzieren.
Wann ist statt Renovierputz ein Sanierputz erforderlich?
Ein Sanierputz ist immer erforderlich, wenn Feuchte- und Salzbelastung im Mauerwerk eine Rolle spielen, etwa im Sockelbereich oder bei durchfeuchteten Bestandswänden.
Renovierputz ist dagegen für tragfähige, überwiegend trockene Untergründe mit Rissen, Ausbrüchen und Oberflächenfehlern vorgesehen und stößt bei stark geschädigtem Mauerwerk an Grenzen.